BIA – Back in Action (Tag 11 – 13)


Montag, 27.4.2026 – Tag 11

Ich wache recht früh auf und höre schon durch die undichten Ritzen der Balkontüre den Wind pfeifen und an der Tür rütteln. Das sind erfreuliche Töne. Nachdem wir körperlich durch die mehr oder minder zwei Pausentage sehr gut erholt sind, freuen wir uns schon auf die kommenden abschließenden Tage, die wieder guten Wind verheißen.

Kurz nach 9 sind wir am Spot und der Wind peitscht über’s Wasser. Die Windrichtung ist recht weit nördlich diesmal und so ist der Startplatz durch das Nachbarshotel leider etwas im Windschatten bzw. in Turbulenzen. Eva ist von der Windsituation nicht so begeistert und so starte ich. Abrupt fällt der Schirm ohne jeglichen Wind gleich nach dem Start wieder aus der Luft, doch zum Glück passiert nichts. Ich gehe etwas weiter hinaus auf’s Meer um aus dem Windloch zu flüchten und starte draußen meinen Schirm. Je weiter draußen, desto besser wird der Wind und ich absolviere eine mega 1.5h Session mit einigen guten Sprüngen. In Summe ist der Wind heute recht unruhig. Es ist eigentlich wenig böig, aber es geht viel auf und ab. Eva startet etwas später mit dem 11er, hört aber dann beinahe zeitgleich mit mir auf, weil ihr die Bedingungen nicht so zusagen.

Da ist jemand happy

Nach einer Mittagspause – nach welcher der Wind auf einmal ordentlich aufgefrischt und auch gedreht hat – startet sie dafür dann, nach etwas Zögern bzw. motiviertem Zureden meinerseits. Diesmal mit dem 7er Schirm, bei wohl etwa 18 Knoten Wind. Ihre Sprünge gehen in der Session sogar bis 2.6m Höhe und es taugt ihr richtig mit dem kleinen, wenidigen Schirm. Nach einer Stunde tauschen wir und ich gehe auf’s Wasser. Doch der Wind hat etwas nachgelassen und so mache ich mit dem normalen Brett und 7er Schirm keine Meter. Also wechsle ich auf’s Surfbrett, da dieses mehr Auftrieb und Auflagefläche hat und somit effizienter durch’s Wasser gleitet. Ich bin nochmals fast 1.5h am Wasser und genieße es sehr. Ich übe die Kurventechniken und Wenden und verbessere mein Boardgefühl auf die „schlechte“ Seite, die ich nicht gewohnt bin. Cooler Tag!

Für Eva passt die Pause gut, um endlich mal die weiteren Rutschen inkl. der einzigartigen Halfpipe und dem Kreisel, zu testen. Schon auch ziemlich witzig, wenn man schon im Aqua Park Kinderhotel untergebracht ist. Hoffentlich schaffen wir es beide nochmal gemeinsam auf die Halfpipe.

Der Kreisel

Abends sind wir wieder beim Inder, heute probieren wir zusätzlich zum Makhani Paneer auch das Fisch Tikka – sehr gut. Nach einem kurzen Spaziergang geht’s auf’s Zimmer und weiter in der Oktopus Doku.

Dienstag, 28.4.2026 – Tag 12

Sonnenschutz > Style

Letzter ganzer Tag heute. Wind ist da, aber nicht sonderlich stark. Wir sind kurz nach 9 wieder am Spot. Eva eröffnet mit dem 12er Schirm und größerem Brett, doch schon bald kommt sie zurück und wechselt auf den 15er.

Später geht Eva dann mit dem 7er Schirm und dem Foil auf’s Wasser. Sie kommt mittlerweile schon wirklich ziemlich gut ins Fahren und versucht sogar die ersten Wenden. Doch für den 7er ist der Wind auch fast zu wenig, darum fliegt der Schirm bei einem langsamen, zögerlichen, mit-dem-Wind Wende-Versuch einfach so vom Himmel und die Leinen sind verdreht. Ein guter Grund aufzuhören.

Sie absolviert ihre Session und ich gehe danach dann auch mit dem 15er raus für eine knappe Stunde. Es geht zwar ganz entspannt zum Fahren, aber nicht so actionlastig, wie erhofft. Der Wind ist einfach nicht stark genug für ordentliche Sprünge. Wir nützen es außerdem aus, unsere Spiegelreflex-Kamera mitgenommen zu haben.

Fäulen

Im Anschluss probiere ich mein Glück, doch der Wind ist nochmals etwas schwächer geworden und so habe ich nach zwei Stürzen sehr zu kämpfen, dass ich den Schirm wieder aus dem Wasser gestartet bekomme. Mit Müh‘ und Not erarbeite ich mir den Weg zurück zu unserem Strand und steige dort über den Badebereich aus, mit Schirm im Wasser. Ich wechsle auf den 11er Schirm – will es nicht ganz akzeptieren, dass die Bedingungen nicht passen.

Doch auch damit erkenne ich, dass für einen Einsteiger es bei so wenig Wind echt hart ist ins Fahren zu kommen. Und während dem Fahren kämpfe ich am Rückweg jeweils mit der tiefstehenden Sonne und reflektierendem Gegenlicht, sodass ich nicht erkenne, wo es tief genug ist, oder wo doch Sandbank/Riff ist. Also verlasst mich schnell der Geist und ich fahre zurück an den Strand.

Wir verräumen alles und genießen noch ein wenig die Abendsonne und Wärme. Abendessen ist heute wieder im italienischen Restaurant. Danach gibt es den klassischen Spaziergang und im Zimmer laufen dann die ersten Einpackvorkehrungen an.

Mittwoch, 29.4.2026 – Tag 13

Letzer Tag! Nach dem Frühstück packen wir alles fertig ein und checken unser Zimmer aus. Die Koffer lassen wir bei der Rezeption. Handtücher behalten wir noch und gehen vor an den Strand.

Letzes Morgenmahl

Da heute noch Wind ist, schaue ich, dass ich früh am Spot bin. Dort ist mir erst noch etwas zu wenig Wind, sodass ich schon mal mit dem Foil-Abbau beginne. Dann jedoch starte ich mit dem 15er und hab noch mal richtig Spaß. Mir gelingen die bis dato höchsten Sprünge des Urlaubs und ich kann noch mal alle Tricks wiederholen, die letzte Frontroll war schon wieder einige Tage her. Das Wasser ist glatt, der Wind konstant – genau meine Traum-Bedingungen!

Von gestern

Allerdings nimmt der Wind dann doch mehr und mehr ab und bei meiner letzten Frontroll überhole ich den Schirm scheinbar viel zu sehr und bevor ich schauen kann, fällt mir der Schirm nach hinten aus der Luft, die Leinen und Schirm sind komplett verdreht – Wiederstart unmöglich. Ich treibe auf den Badebereich des Nachbarhotels zu und Lukas und der Kiteschul-Junge kommen mir dankenswerterweise zur Hilfe.

Ich bin glücklich über diese letzte Session, Lukas hatte sowieso nicht mehr so viel Lust drauf gehabt, seine Sachen nochmal nass zu machen. Aber es hätte uns beiden nichts ausgemacht, noch einige Tage mehr hier sein zu dürfen. Es beginnt das große Trocknen und Einpacken, die restlichen Stunden verfliegen und um 16:00 führt uns das Taxi zum Flughafen.

Wir haben zu hoch gepokert, spät einzuchecken, um bessere Plätze zu bekommen – sie kosten auch vor Ort jetzt 20€pp. Naja, was solls, bitteschön Eurowings. Immerhin haben wir dafür mehr Fußfreiheit, das ist doch was. Wir haben genug Beschäftigung für den Flug, schlafen können wir aufgrund des späten Kaffee-Konsums allerdings nicht.

Ein richtig toller Urlaub geht zu Ende

Und am Ende hätte alles glatt laufen sollen, wir einen guten Zug erwischen und heim ins eigene Bettchen. Doch nachdem wir mit unseren 100kg Gepäck den doch nicht unweiten Weg zum Bahnhof geschafft haben, erkennen wir, dass uns die Graz mobil App die ägyptische Zeit angezeigt hatte. Der Zug unserer Wahl war schon Vergangenheit (mit der 1h Zeitverschiebung), auf den nächsten hätten wir 1h warten müssen. Dazu hat man um 23:00 und so knapp vor zuhause aber nicht unbedingt Lust. Also wird’s doch ein Uber-Taxi, das sehr schnell bei uns ist und die 35€ ist es uns dann richtig wert. Und so kommen wir bald glücklich über diesen Urlaub zuhause an. Dass wir morgen um 7:00 den ÖAMTC Pickerl Termin haben und beide arbeiten werden, und das viele Gepäck unsere Wohnung halb ausfüllt, verdrängen wir gut und schlafen mit einem Smile ein.

Im Rückblick wars ein Traum

Und aja, wir haben noch eine Filmempfehlung, wenn man eine sehr persönliche Geschichte über Oktapusse sehen will: My Octapus Teacher. Fragt uns gern, wenn ihr ihn sehen wollt.

,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert