Tag 13 – Falsch gehofft


Wir checken die heutige Vorhersage beim Frühstück. Schaut gut aus. Sonne und Wind. Bei der Messstation beim KBC blasen schon 16-18 Knoten. Nach dem Frühstück fahren wir alle gemeinsam hin und Eva startet direkt als erste auf’s Wasser mit dem 15m² Schirm.

Übliches Bild: Eva startet als Erste

Nachdem es eher stark ist, will sie nach einer dreiviertel Stunde auf den 12m² Schirm wechseln, doch nach dem Wechsel verhungert sie binnen Minuten. Der Wind ist auf einmal wieder weg. Mit ein paar Kiteloops versucht sie noch zum Strand zurück zu kommen, doch irgendwann landet der Schirm auch im Wasser. Danach ist der Wind unten auf 7-10 Knoten – zu wenig für jegliche Kite-Action. Wir chillen im Schatten, Essen, Trainieren ein wenig im Flintstone Gym und lassen den Tag verstreichen. Ich beginne auch unsere Kites und Ausrüstung zu waschen und von Salz und Sand zu befreien.

Entsalzungsanlage

Für den Nachmittag sieht die Windvorhersage wieder besser aus, also sind wir guter Dinge. Mit Raphael, dem Niederösterreicher, philosophieren wir über diverse Tricks und Ausrüstung. Er verteilt auch sehr großzügig viele gute Tipps, die wir in den nächsten Sessions umsetzen probieren werden. Die Zeit verstreicht weiterhin, doch der Wind kommt nicht so richtig in die Gänge. Erst gegen 14:30 gibt es auf einmal Hoffnung und Bewegung kommt in alle Kiter. Der Wind zieht etwas an und auf einmal wollen alle gleichzeitig auch raus auf’s Wasser. Wir blasen auch den Kite auf und ich geh raus, doch mein Fuß tut leider so weh, dass ich keinen Sprung oder andere Tricks probiere um den Druck bei der Fußschlaufe so gering wie möglich zu halten. Als ich den Schirm nach einer halben Stunde an Eva übergeben will, hört der Wind wieder auf und sie hat keine Chance mehr auf’s Wasser zu gehen. In Summe waren wir keine 2h am Wasser, dafür, dass der Wind eigentlich perfekt angesagt gewesen wäre. Sehr komisch und inkonsistent, diese Vorhersagen. Kurz vor Sonnenuntergang waschen wir die verbliebenen 2 Kites und hängen sie zum Trocknen auf. Im Innenhof des KBC’s wird eine kleine Bühne mit Musik und Lichtanlage aufgebaut – scheinbar steigt eine ägyptische Party in der Nacht, welche aber nicht vom KBC selbst organisiert wird.

Partyvorbereitungen

Die Angestellten sagen uns, dass wir aufgrund der großen Anzahl an erwarteten ägyptischen Gästen lieber unsere Schirme wegräumen sollten. Missmutig nehmen wir unsere triefend nassen Schirme von der Wäscheleine und verstauen sie – müssen wohl am nächsten Tag trocknen.

Aus Markus‘ Sicht. Biergenuss, während wir schuften

Mit Einbruch der Dunkelheit fahren wir in die Unterkunft, wo wir uns kultivieren und gegen 20:00 mit Markus Richtung El Gouna Downtown spazieren. Wir waren noch nie dort und sind überrascht von der Anzahl an Menschen, Restaurants und Shops. Es ist sehr belebt und touristisch. Zufällig laufen wir Thomas und Raphael über den Weg, die gerade auf dem Weg zu einem ägyptischen Restaurant sind, wo sie sich mit den anderen Niederösterreichern, Gabi und Martin treffen. Wir vereinen unsere Gruppen, auch Reini kommt nach seiner Massage zu uns dazu und wir nehmen zu 8. einen Tisch. Es ist ein lustiger, geselliger Abend, in einer sehr gemischten Runde. Die anderen sind 56 (Gabi und Martin), 48 (Raphael) und 46 (Thomas). Die 4 haben sich beim Kiten kennengelernt vor 10 Jahren und machen seither gemeinsam Kite-Urlaube. Im Anschluss nehmen wir uns ein Taxi nach Hause und gehen kurz vor Mitternacht schlafen.

Vorletzter
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