Den Campingplatz können wir nicht verlängern, was aber auch gut passt, da wir somit den Heimweg in langsamen Schritten antreten können, wir haben nur noch 3 Tage bis ich wieder arbeiten muss.
Lukas war so begeistert von Sölden, dass wir dort nochmal rüberstarten. Diesmal sind wir schon kurz nach 8.00 im Lift und genießen bei aufgehender Sonne und wolkenlosem Himmel die traumhafte Bergkulisse und frisch präparierten Hänge. Wir versuchen die Carving-Tipps aus dem gestrigen Youtube-Snowboardvideo anzuwenden, die schon gleich wieder einen Unterschied machen, aber der Schnee ist noch nicht wirklich weich genug.


Nachdem die Lufttemperatur niedrig ist, ändert sich an den harten Pistenbedingungen leider auch nicht viel und wir kehren eher früher als später auf die Sonnenterasse ein.


Ich finde eine Erbsensuppe im Angebot, perfekter Mittagssnack mit einem kleinen Salatteller. Lukas genießt noch länger die Sonne, doch mich zieht es wieder auf die Piste.


Nachdem es aber immer noch nicht weicher geworden ist, sondern immer mehr Eisplatten zum Vorschein kommen, will ich lieber schnell weg vom Snowboard und auf meine sichereren Ski wechseln. Und den Snowpark noch kurz besuchen. So viel zum Thema Sicherheit. Die mittelgroßen Sprünge mit steiler Landung waren auch nicht das Problem, doch ich bildete mir ein, auch diese Mini-Sprünge vor den Kickern nehmen zu müssen mit Landung in der Ebene und das wurde mir bei einer Landung zum Verhängnis. Ich landete mit zuviel Vorlage, überstreckte mein rechtes Knie und lag mal kurz schmerzgeplagt am Boden. Ich hoffe, dass der Schmerz bald nachlässt, das geht auch relativ bald, auch das durchbewegen. Aber als ich gehe bzw. wieder in die Schi steige schießt bei gewissen Winkeln massiv der Schmerz ein und ich hab das Gefühl als wäre etwas nicht ganz stabil.
Als plage ich mich etwas, zur Gondel abzufahren und weiß, dass der Sporturlaub für mich somit beendet ist.
Lukas holt mich am Lift ab und wir überlegen, wie für weitertun. Lukas untersucht auf meine Anweisung das Knie etwas, aber es ist zumindest mal keine eindeutige Instabilität zu testen. Aber ums Außenband im hinteren Bereich mache ich mir trotzdem Sorgen. Nachdem ich so schlecht auftreten kann, fahren wir doch die Unfallambulanz in Innsbruck an. Zum Röntgen werde ich schnell geschickt, aber dann warten wir Stunden. Dann untersucht mich schließlich erstmal die Turnusärztin, aber sehr sehr sanfte. Auch der Assi ist sich etwas unsicher, aber im Röntgen ist zumindest mal nichts offensichtliches, außer dass mein Knie für 35 Jahre eher schon ein bisschen desolat aussieht.

In Absprache mit dem OA entschließen sie sich dann doch noch für ein CT um eine Kompressionsfraktur auszuschließen, mittlerweile ist es kurz vor Mitternacht und wir hundemüde. CT ist schließlich aber auch bland, ich bekomme eine Schiene und darf schmerzadaptiert belasten und soll MR zuhause machen.
Schener Schaß. Aber immerhin am Ende des Urlaubes. Um die Eislaufbahn in Innsbruck tut es mir trotzdem jetzt schon Leid. Aber ich bin auf jeden Fall sehr positiv gestimmt, dass nix all zu happiges passiert ist. Und so lange wie ich schon weitestgehend unversehrt durch all meine Sportarten kam, ist eh fast ein Wunder. Und aus der unnötigen Situation lerne ich sicher auch was dazu.
Als wir endlich fertig sind, schafft Lukas die halbe Stunde Autofahrt zu einem ruhigeren Parkplatz auch noch und dort fallen wir endlich ins Bett.