Es steht kein großes Programm an, und wir haben weniger Zeitdruck. Ich nutze den Morgen, um unsere Elektronikgeräte zu warten, Fotos und Videos zu sichern und die Blogbeiträge der letzten Tage fertigzustellen. Parallel dazu kochen wir schon einmal Nudeln für später vor.


Eva und Magdi zieht es nach dem Frühstück schon ungeduldig auf eine kleine Wanderung zu den nahegelegenen Klippen, während Klaus mir im Quartier Gesellschaft leistet.





Gegen 12:00 Uhr beginnt dann unser eigentliches, gemeinsames Tagesprogramm:
Wir fahren die Ringstraße eine halbe Stunde lang im Uhrzeigersinn zurück in Richtung Reykjavik. Auf dem Weg passieren wir imposante Felsklippen, und zur Rechten breitet sich immer wieder eine riesige Gletscherfläche aus – weniger als 1.000 Höhenmeter über dem Meer. Neben dem schwarzen, weitläufigen Strand und sattgrünen Wiesen erreichen wir schließlich einen großen Parkplatz direkt an der Straße.
Schon von weitem sehen wir den gewaltigen Skógafoss, einen der bekanntesten Wasserfälle Islands. Viele Menschen tummeln sich sowohl am Fuße des Wasserfalls als auch auf den Stufen, die neben ihm nach oben führen. Wir reihen uns ein und steigen hinauf – oben angekommen, führt ein Wanderweg weiter in das Tal hinter dem Wasserfall.


Entlang des Flusses entdecken wir immer wieder Stromschnellen und weitere Wasserfälle. Das Wetter ist traumhaft: 15 Grad, windig, aber fast durchgehend sonnig. Je weiter wir ins Tal vordringen, desto weniger Menschen begegnen uns. Als der Weg etwas unwegsam wird, drehen Klaus und Eva um, während Mama und ich noch bis zum nächsten Wasserfall weitergehen.



Wieder unten angekommen, treffen wir uns im Café neben dem Parkplatz. Danach fahren wir nur ein paar hundert Meter weiter zum nächsten Wanderparkplatz. Hier erwartet uns eine kurze, aber lohnenswerte Wanderung ins Tal zum Kvernufoss. Während Mama noch einen Kaffee genießt, machen sich Klaus, Eva und ich schon auf den Weg.
Nach wenigen Minuten erreichen wir den Wasserfall, der sich spektakulär über eine Felswand am rund ausgehöhlten Talende stürzt. Man kann sogar hinter dem Wasserfall entlanggehen – ein großartiges Naturschauspiel, besonders mit der einfallenden Sonne. Auch Mama lässt sich das schließlich nicht entgehen und stößt noch zu uns.


Zurück am Parkplatz schaut sich Klaus ein paar alte Fahrzeuge und das kleine Heimatmuseum im Café an, während ich im Auto ein kurzes Nickerchen halte. Danach fahren wir zurück nach Vík in unsere Unterkunft und erledigen noch einen Einkauf beim „Krónan“-Supermarkt.
Nach einer kurzen Pause und Stärkung nutzen wir das Abendlicht (das in Island ja Stunden dauert) für einen letzten Ausflug: Wir fahren Richtung Westen zum berühmten Reynisfjara-Strand mit seiner beeindruckenden Hálsanefshellir-Höhle.

Das Wetter ist etwas schlechter geworden, wir haben nicht wirklich Abendsonne, dafür aber umso mehr Wind und wieder kältere Temperaturen. Wir spazierden den schwarzen Kiesstrand entlang, vorbei an den Basaltsäulen und imposanten Steinsformationen. Draußen am Meer ragen die Felsspitzen in den Himmel.



Hier gibt es sogenannte „Sleeper Waves“ – also Wellen, die unerwartet weit auf den Strand kommen. Deswegen gibt es extra eine Warntafel und Ampel um vor der potentiellen Gefahr zu warnen. Der Kurztrip hier her hat sich auf jeden Fall ausgezahlt. Gegen 22:00 sind wir dann zurück im Quartier und gehen schlafen.



Eine Antwort zu “Tag 4 – Enn fleiri fossar”
Heute endlich eure Beiträge verschlungen – der Schulschluss ist heuer besonders dicht – und fasziniert eure Bilder bestaunt. Eva-Maria, ich hoffe, du kannst dich gut auskurieren … Ich wünsche euch wunderbare Tage in Island und bin schon gespannt auf eure weiteren Erlebnisse!😘