Tag 6 – Spiaggia Coaquaddus II


Eva ist in der Nacht immer wieder munter. Ich hingegen erreiche heute tatsächlich einen Sleep Score (Garmin) von 100. Eigentlich ein unerreichbares Ziel – dachte ich zumindest. Eva schläft dafür in der Früh noch etwas länger aus, aber uns läuft die Zeit eh nicht davon. Der Wind ist anfänglich noch schwach und so haben wir vormittags gut Zeit für Urlaubsstimmung und Fahrradkettenservice. Wir sitzen mit Kaffee und Büchern draußen vor dem Bus und fangen die warmen morgendlichen Sonnenstrahlen ein. Irgendwann im Laufe des Vormittags kommen auf einmal 5-6 Männer in Militäruniform (zumindest sieht es so aus) und gehen zu jedem der Camper am Platz und weisen durchaus freundlich darauf hin, dass hier Campingverhalten nicht erlaubt ist und wir bitte die Stühle wegpacken sollten. Wir entschuldigen uns und leisten natürlich sofort Folge. Wir sind froh nicht vom Platz verwiesen zu werden oder eine Strafe zu erhalten. Im Vergleich zu ein paar anderen Campern waren wir eh mehr als minimalistisch ausgebreitet. Wir nutzen die Chance und packen sogleich unser Strandzeug und legen uns hinunter auf unser angestammtes Platzerl hinter einem kleinen Holzverschlag im Windschatten. Als dann der Wind am späteren Vormittag stark genug ist, hole ich die Kite Sachen. Eva macht heute den Anfang, wieder mit Leichtwind-Setup. Sie fährt über eine Stunde, dann wechseln wir.

Eva kommt auf den Geschmack mit den kleinen Wellen zu spielen

Ich merke, dass es windmäßig etwas besser geht, als am Vortag und wage es hinauszufahren und einen Blick in die Nachbarbucht zu werfen. Draußen sind schon ganz ordentliche Wellen (brechen aber erst am Ufer). 

Kurz um die Ecke schauen

Dann geht es wieder zurück in unsere Bucht und ich nutze den stärker gewordenen Wind für eine ausgelassene Session zwischen den kleineren Wellen mit durchaus einigen Sprüngen. Auch wenn ich nicht gerne mit dem großen, behebigen 15er Schirm fahre, so erreiche ich irgendwann mal doch eine Höhe von 4,76m laut meiner Uhr.

Als ich nach mehr als 2h meine Session beende, übergebe ich nochmals an Eva, da es immer noch ganz gut geht. Eva ist auch nochmals mehr als eine Stunde am Wasser und praktiziert ihre Backrolls und übt auch das Manövrieren in den Wellen. Erstaunlicherweise hatten wir die letzten 2 Stunden das Wasser gänzlich für uns – kein anderer Surfer war mehr draußen, was natürlich den Spaßfaktor auch nochmals erhöht, wenn man sich nicht gegenseitig im Weg ist.

Während Eva sich nochmal auspowered, erhole ich mich bereits

Irgendwann gegen 18:00 packen wir dann zusammen und verlassen den Strand. Statistik für heute: Lukas: 2:08h, 36.16km; Eva: 3:03h, 42km. Geduscht wird beim Camper wieder mit Wasser aus einer 1L Trinkflasche und wir essen das vorgekochte Polenta-Ratatouille-Gericht zu Abend. Für morgen ist der Wind nochmals besser angesagt, so bleiben wir wieder auf dem gleichen Parkplatz in vertrauter Umgebung und werden morgen den letzten Kite-Tag an diesem Spot absolvieren.

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