Mein Fuß ist nochmal besser und weitgehend abgeschwollen, doch die Infizierte stelle ist immer noch etwas rot und wirft eine kleine Blase. So traue ich mich noch nicht in einen Schuh und mit auf die Radtour, die die anderen gemeinsam machen. Stattdessen nutze ich das gute Internet am Campingplatz für ein wenig Recherche und Shopping und mache im Anschluss ein Oberkörper-Krafttraining im spartanischen Outdoor „Gym“ des Campingplatzes.
Nicht gut genug zum Radeln, aber es wird 🙂Zumindest Pull-Ups gehen vernünftig <3
Eva’s Einblick in die Radtour:
Gerade Lukas ist nicht mit dabei, wenn wir auch die schönen Ecken von Sizilien entdecken. Direkt vom Campingplatz weg starten wir in die Höhe und haben schnell immer schönere Meerblicke. Ebenso eröffnet sich uns immer schönere hügelige Landschaft, die zunehmend felsiger wird. Auch das Dorf oben auf 700hm wirkt bewohnter, man sieht hier endlich ein paar ältere Herren von einem Cafe sitzen und tratschen und es ist wirklich kaum Müll auf der Straße und in den Bergen. Die Steigung ist perfekt, so sind auch die 1000hm in guter Gesellschaft schnell geschafft und bald geht es mit noch lohnenswerteren Ausblicken auf die Küste und Cefalù wieder runter.
Gerade als mir die Bergabfahrt richtig zu taugen anfängt, rutscht mein Rad aus mir im Nachhinein nicht wirklich erklärbaren Gründen weg und ich lieg auf der Straße. Es war bei mäßigem Tempo und bis auf kleine Schürfer ist mir und dem Rad nichts passiert. Aber ich ärgere mich über den zweiten Sturz innerhalb so kurzer Zeit. Den Rest der Abfahrt fahre ich nun richtig vorsichtig. Kurz durchqueren wir beim Heimfahren die Stadt Cefalù mit ihrem Strand – es schaut sehr lieblich aus und wir freuen uns schon auf den geplanten Abend dort. Nun heim zu Luki und zu einem Bad im Meer.
BergblickMeer Bergblick
Wieder vereint essen wir am Campingplatz gemeinsam zu Mittag und nutzen die Wasser-Infrastruktur um weitere Teile unserer Surfausrüstung reinigen. Roman und Sophie waschen sogar zwei ihrer Kites. Eva und ich gehen noch ins Meer am Campingplatzstrand und genießen das erfrischende Wasser und fühlen die Kraft der Natur in Form der Brandung. Unter Umständen wird morgen tatsächlich noch das Surfbrett ausgepackt, haben wir beschlossen. Doch heute ist keine Zeit, denn wir wollen alle gemeinsam in die Stadt nebenan, namens Cefalù fahren. Eine der Hauptattraktionen Siziliens. Wir nehmen den kleinen Bus direkt vorm Campingplatz, der uns um 16:30 für 6€ hin und später auch retour bringt. Der Bus ist ziemlich eng und voll und auf unseren Stehplätzen stehend erreichen wir nach ca 20 Minuten das Stadtzentrum direkt am Meer. Uns erwartet ein dicht gefüllter Strand, neben einer kleinen Altstadt aus fast mittelalterlich wirkenden Steingebäuden. Wir spazieren zuerst an der Promenade entlang, dann durch die engen Gassen.
Ich sagte gerade „engen Gassen“ – ich übertreibe nieVerführerisch… nicht nur die eigene Frau, sondern auch diese lokalen, nicht veganen und extrem zuckerhältigen SpezialitätenHier kommt Süßwasser und wurde früher Wäsche gewaschenMalerische Häuserfront am Wasser
Roman findet einen Friseur (Familienbetrieb über 5 Generationen) und genehmigt sich dort einen Haarschnitt. Währenddessen schlendern wir weiter durch die Gassen, beobachten das Treiben und schmökern in den ein oder anderen Ramschläden. Wir erreichen einen Platz, an dem eine Kirche steht und sich dahinter der Felshügel, welcher der Hausberg der Stadt ist, erhebt.
SchlossbergModelGassen sind so faszinierendDie Fassade wurde extra an den alten Wein-stock angepasst.
Roman stößt frisch geschoren wieder zu uns und wir steuer ein zuvor bereits begutachtetes Restaurant an. Meine drei Reisebegleiter bleiben dem Pizzakonsum treu, ich hingegen bestelle mir Schwertfisch mit Melanzani Parmegiano. Es war nicht billig, aber sehr gut.
Mahlzeit
Als das Essen verspeist ist, gehe ich zum gleichen Friseur direkt gegenüber, bei dem Roman bereits war. Der 1942 geborene Senior schneidet mir die Haare. Verständigen tun wir uns mit Hand und Fuß und fetzen diversester Sprachen. Hauptsächlich aber durch Stille und seinem melodischen Summen, während er mir gewissenhaft, mit leicht Zitterenden Händen die Haare schneidet. Es wird kein perfekter Haircut, wie ihn Charles mir sonst verpasst, doch das Ergebnis ist durchaus okay. Roman und Sophie haben sich inzwischen noch ein Eis geholt und wir spazieren dann langsam wieder in Richtung Bus. Den Sonnenuntergang haben wir diesmal wohl verpasst, denn es ist auf einmal schon ziemlich dunkel.
Jetzt wirklich einmal UrlaubsfeelingSalvadore, der alte HaarschneiderCefalù bei Dunkelheit
Um 19:30 kommt dann der Busfahrer und bringt uns mit einem etwas größerem, aber immer noch kleinem Bus zurück zum Campingplatz. Dort recherchiere ich noch kurz für den morgigen Tag. Wir spielen heute auch nichts mehr und reißen auch keine Bäume mehr aus, sondern zersägen sie lediglich.
Wieder ein sehr interessanter und spannender Tag mit einem ebenso schönen Bericht . Die Stadt Cefalu wirkt auch sehr interessant und schön. – Natürlich bereichert durch vier fesche junge Touristen aus Österreich ! Wieder schöne Erlebnisse berichtet – Dankeschön !
Eine Antwort zu “Tag 24 – Cefalù”
Wieder ein sehr interessanter und spannender Tag mit einem ebenso schönen Bericht . Die Stadt Cefalu wirkt auch sehr interessant und schön. – Natürlich bereichert durch vier fesche junge Touristen aus Österreich ! Wieder schöne Erlebnisse berichtet – Dankeschön !