Es ist wieder ein super Wind vorhergesagt. In der Früh ist heute auch schon etwas mehr los am Wasser. Auch einige der StationsbetreiberInnen kommen schon vor der geplanten Öffnung um 11:30 und sind am Wasser draußen anzufinden. In der Früh habe ich auf der Suche nach einem Restmüll für mein Gackerlsackerl ein Geheimnis der Station gelüftet. Die große runde Tonne ist kein riesiger Müllkübel, sondern ein Wassertank. Die Aussage des Stationsbetreibers, dass er das Wasser eingekauft hat, macht nun auch mehr Sinn. Tatsächlich ist wohl die Dusche und das Klo nur a den Tank gekoppelt. Und wir haben uns schon gewundert, wieso das Wasser aus der Leitung hier noch schlechter schmeckt als das letzte Leitungswasser, das wir aus einer tatsächlichen Leitung bekommen haben. Es schmeckt jedoch auch nicht nach Chlor und nach unserer Entdeckung beschlossen wir sofort dieses nicht mehr zu trinken und uns schweren Herzens tatsächlich Wasser in PET-Flaschen im Supermarkt zu kaufen. Also gut, Lesson learned. Ich weiß nicht, wie viel Einbildung aufgrund meiner Entdeckung dabei ist, aber ich hatte am Vormittag leichte Bauchkrämpfe, Unwohlsein und Übelkeit. Ich war auch durchaus erleichtert, dass Eva heute zuerst mit dem Kiten starten wollte. Nach einer zweiten Sackerl-Runde ging es dann besser. Also tauschten wir und ich ging auch auf’s Wasser. Heute mit dem 15er und 12er, der Wind ist etwas schwächer als am Vortag.


In der Mittagspause beschlossen wir Einkaufen zu fahren. Zehn Minuten entfernt haben wir auf Google Maps einen Shop gefunden, den wir ansteuern. Dort stocken wir unsere Lebensmittelvorräte auf und kaufen auch 3x 6er Tragerln 2L Wasserflaschen. Unseren Müll können wir leider nicht entsorgen, denn die Müllkübel am Weg sind entweder heillos überfüllt, oder abgesperrt (!). Am Weg zurück stelle ich fest, dass das Geräusch unseres Lüfters im Motor immer schlimmer wird. Als wir wieder am Surfspot zurück sind, begutachte ich die Lage und stelle fest, dass wohl einer der beiden Lüfter nicht rund läuft und die ganze Halterung massiv hin und her schwingt und Geräusche erzeugt. Erstaunlich, denn wir waren direkt vor dem Losfahren noch beim Pickerl. Ich werde das morgen Vormittag, wenn die Windvorhersage geringer ist, mal genauer inspizieren – wohl oder übel werden wir aber vermutlich eine Werkstätte aufsuchen müssen. Ich würde gerne wieder Kiten gehen, aber irgendwie streikt mein Körper und Verdauung und so wird es stattdessen ein 20 Minuten Schlaf und danach etwas Weißbrot. Danach fühle ich mich wieder viel besser und starte die Nachmittagssessions. Eva und ich wechseln uns ab, bis kurz vor Sonnenuntergang, wo der Wind dann zu schwach wird. Die tägliche 1€ Dusche – heute sogar mal wieder mit Shampoo und zwei alkoholfreie Bier im Sonnenuntergang runden das Ganze ab. An der Camperfront haben wir auch Zuwachs bekommen, ein neues, deutsches Pärchen parkt nun auch neben uns.

