Tag 11 – Jetzt hat er‘s


Nachdem Lukas schon seinen Erholungsschlaf eingeleitet hat, gibt’s einen kurzen Bericht heute von mir, Eva.
Für den heutigen Tag rechneten wir angesichts einer ursprünglich eher mageren Windvorhersage mit einem nur kurzen Kitetag. Deswegen schauten wir, dass wir den Wind in der Früh möglichst schnell nutzen – man weiß ja nie wie lange er hält. Abgesehen davon, dass das Wasser im kurzen Neopren in den letzten Tagen wirklich wieder kühl geworden war (für den Beginn einer Session muss man sich also schon ein bissl überwinden) waren es heute für mich Traumbedingungen. Der 15er hatte genug Zug, das Wasser war glatt und in der Früh kamen auch erst nach und nach weitere Kiter. Nachdem ich mir gestern einige Videos angesehen habe, hatte ich auch neue Erfolge bei meiner Backroll Transition, die jetzt immer smoother wird, jetzt, wo ich das Timing besser hinbekomme.

Vorbereitung auf die Session – Eva geht in Gedanken nochmals alles durch (und weiß von dem Foto auch nichts)

Ich beende meine Session nur, damit Lukas auch zum Fahren kommt. Auch für ihn hält der heutige Tag einen großen Erfolg bereit: er überwindet sich, wieder Backrolls zu probieren und schafft bei fast allen die volle 360 Grad Drehung und bei einigen konnte er den Schwung schon so gut einschätzen, dass er direkt nach dem Trick weiterfahren konnte ohne Sturz bzw. Versumpern durch zu wenig Schwung. Sein Schlüssel war nicht nach oben auf den Schirm zu sehen und die Orientierung zu verlieren, sondern den Blick auf den Horizont zu richten und dadurch die Orientierung zu behalten. Auch das Schirm lenken nach der Drehung ist für ihn leichter, wenn er nicht auf den Schirm schaut und durch die überkreuzten Leinen verwirrt wird, sondern einfach blind, ohne hinzuschauen, mit Gefühl lenkt um den Geist nicht zu verwirren.

Endlich die Backroll gemeistert und den inneren Schweinehund überwunden.

Die Mittagspause verbrachten wir gemütlich gemeinsam, ansonsten wechselnden wir uns auf dem Wasser ab, da wir beide sehr viel Spaß bei diesen Bedingungen hatten und am Nachmittag waren auch kaum noch Leute am Wasser. Der Wind ging noch recht gut bis 17.00. Als Luki dann nochmal einwechseln wollte, war dann aber langsam wirklich schon zu wenig und wir ließen es gut sein.
Vom deutschen Kitelehrer haben wir am Vortag den Hinweis bekommen, dass man mit einer App mit der Apple Watch die Kite-Session inkl. Sprungdetails aufzeichnen kann. Das hat Lukas heute gleich ausprobiert, auch wenn der Wind zu schwach war für ordentliche Sprünge, konnte er das bereits testen für bessere Windtage.

Das Abendprogramm war nach einem kurzen Zusammensitzen in der Wohnung beendet, Luki fiel früh ins Bett – wer weiß was morgen kommt 🙂

Markus und Lukas kreuzen die Leinen
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