Um 04:30 geht unser Wecker. Morgentoilette erledigen und die letzten Teile in den Koffer und Tasche packen und los geht’s. Um 05:00 fahren wir los, die Fahrzeit zum Flughafen beträgt etwa eine Stunde. Wir haben bewusst nicht die kürzeste Route über die Berge gewählt, da unser Mietauto in keinem vertrauenserweckenden Zustand ist und wir den Flieger nicht wegen einer Panne verpassen wollen. Auf der Hauptstraße würden wir immerhin vermutlich rechtzeitig ein Taxi finden. Mit etwas Gescheppere im Motorraum kommen wir aber gut beim Flughafen an. Die beiden Kite-Taschen liegen auf dem nach hinten geneigten Beifahrersitz und Eva sitzt hinten. Beim Flughafen laden wir unser Gepäck auf Wagerln und ich parke das Auto am Parkplatz und hinterlege den Schlüssel am Reifen, denn unser Autovermieter bzw. dessen Fahrer, der das Auto holen soll, ist noch nicht da. Wir gehen einchecken und siehe da – mit der zweiten Kite-Tasche haut alles wunderbar hin. Wir zahlen 0€ Aufpreis und sind tatsächlich beim Koffer und allen Taschen minimal unter dem Gewichtslimit. Prima! Großes Danke an die sportliche Unterstützung der Edelweißair. Es fliegen übrigens erstaunlich viele, größtenteils ältere Menschen mit Golfgepäck mit uns mit. Nachdem der Check-In erledigt ist gehen wir noch zum Zollamt, denn wir können uns scheinbar die Mehrwertsteuer unserer gekauften Kite-Tasche zurückgeben lassen. Keine Ahnung wieso wir das können bzw. dürfen, aber wir haben natürlich zugestimmt, als uns die Dame im Shop die dafür benötigten Dokumente ausgestellt hat. Beim Serviceschalter bekommen wir unsere Rechnung und Formular beglaubigt und können uns später nach der Sicherheitskontrolle am Gate das Geld auszahlen lassen. Nachdem nun das Wichtigste erledigt ist und wir noch Lebensmittel und Zeit haben, setzen wir uns vor dem Flughafen im Freien auf eine Bank und essen gemütlich unser Frühstücksmüsli. Natürlich schmunzeln ein paar Leute, aber das stört uns nicht – zumindest nicht maßgeblich. Als wir ein Selfie machen wollen, bietet uns eine Schweizerin sogar direkt an ein Foto von uns zu machen, solch eine Attraktion bieten wir.

Danach reihen wir uns in die Schlange bei der Pass- und Sicherheitskontrolle ein. Bei Letzterer müssen wir heute zur Ausnahme nichts auspacken, dafür ist die Schlang wohl zu lange. Am Gate holen wir uns die 7€ Mehrwertsteuer zurück – tatsächlich in Euro bar auf die Kralle. Boarding läuft schon und perfekt getimed steigen wir ein in den „Glacier 3000“ nach Zürich.

Der Flug ist erstaunlich lang. Zirka so lange, wie beim Hinflug, nur ohne Schlaf dann doch wesentlich länger. Wir sortieren Fotos, bis beide iPads keinen Akku mehr haben. Danke an dieser Stelle an das unbekannte Pärchen neben uns beim Hinflug, welches uns den Tipp gegeben hat, dass man beim Online-Checkin-Portal kulinarische Sonderwünsche kostenfrei angeben kann. So bekommen wir ein veganes Frühstück und Mittagessen, welches zwar unseren Kalorienbedarf nicht deckt, aber trotzdem deutlich gesünder ist als die normale Kost. Nochmals Danke an die Edelweißair für das tolle Angbot.


Nach knappen 12h Flug landen wir um 17:00 in Zürich, wo unser Anschlussflug nach Wien bereits um 17:50 startet. Wir beeilen uns und es geht sich alles ganz gut aus. Wir sind zwar die letzten im Flieger, aber das Gate hätte noch 2 Minuten offen gehabt. Beim Boarding ernten wir, bzw. vor allem ich fragende Blicke, denn ich bin immer noch in Tanktop und kurzer Hose unterwegs, während alle anderen scheinbar schon frieren und großteils in Daunenjacken gehüllt sind. Die Stewardess fragt uns sogar, wo wir gerade herkommen. Der Weiterflug nach Wien ist sonst unspektakulär, aufgrund des Hochnebels bleibt uns auch jegliche Aussicht bis kurz vor der Landung verwehrt. In Wien kommen unsere Koffer als erstes beim Gepäckband, logisch, denn wir sind ja auch als letzte eingestiegen. Leider warten wir dafür aber beim Sondergepäcksschalter umsonst, denn auch nach einigen Minuten sind unsere beiden Kite-Taschen noch nicht da. Ich habe glücklicherweise einen AirTag in einer der Taschen gelassen und rufe nun am Handy den Standort ab. Ich sehe, dass der letzte übermittelte Standort in Zürich am Flughafen war. Und das vor 20 Minuten. Also definitiv, als es schon in der Luft hätte sein sollen.

Wir gehen zum Lost & Found Schalter und reklamieren unsere beiden fehlenden Sporttaschen. Die Dame telefoniert noch herum und vergewissert sich, dass das Flugzeug schon komplett ausgeladen ist und teilt uns dann mit, dass das Gepäck zu uns nach Hause gebracht wird, sobald es gefunden wird. Uns stört das nicht, im Gegenteil, so sparen wir uns eine Menge Schufterei, denn mit den zwei großen extra Taschen ist es im Zug und am Heimweg auch nicht gerade lustig. Eine gratis Hauszustellung kommt uns da ganz gelegen. Außerdem haben wir in der Tasche tatsächlich nur Kite-Sachen und diese brauchen wir (leider) nicht ganz so schnell wieder. Also verlassen wir den Flughafen und gehen zum Bahnsteig, wo wir mit dem Zug zum Wiener Hauptbahnhof fahren. Von dort geht es mit etwas Verspätung dann weiter zum Grazer Hauptbahnhof. Bei der Zugfahrt halten wir nicht lange durch und die Augen fallen uns zu. Die 3 Stunden Zeitverschiebung und um 04:30 aufstehen zollen ihren Tribut. Auf Mauritius ist es bereits nach Mitternacht.


In Graz angekommen erwartet uns das typisch grausliche Dezemberwetter. Ursprünglich hatte ich überlegt vom Bahnhof heimzulaufen und das Auto zu holen, doch aufgrund der Müdigkeit und die Tatsache, dass wir nun kein Kite-Gepäck haben lässt uns nun ein Taxi nehmen und wir fahren für 11€ direkt vor die Haustüre. In der Wohnung hat es 15°, doch das ist okay, wir haben eine Decke und fallen ins Bett.
Das war’s mit unserer Reise. Zum Abschluss noch unsere Finanzstatistik:
Wir waren 32 Tage in Mauritius. Für die Reise mussten wir gemeinsam €7.551,79 aufbringen. Das sind 118€ pro Person und Tag.
Alle folgenden Ausgaben sind pro Person:
- Essen & Trinken: 506,29€ – Ø 15,82€ pro Tag
- Unterkünfte: 1156,51€ – Ø 36,14€ pro Tag
- Mobilität: 507,97€ – Ø 15,87€ pro Tag
- Tickets & Eintritte: 77,03€
- Flug: 1040,97€
- Gepäck und Transport: 173,8€
- Tauchen: 296,59€
- Sonstiges: 16,74€

Gesamt: 3775,9€ pro Person
Kombiniert mit den 2 Wochen Réunion kommen wir auf 5262,61€ pro Person (für etwas mehr als 6 Wochen). Den Finanzreport von Réunion gibt’s hier.
Abschlussworte
Hiermit schließen wir nicht nur unseren Mauritius und Réunion Urlaub ab, sondern beenden unser Sabbatical von 3 Monaten. Wir haben extremst viel erlebt und gesehen. Vieles davon werden wir wohl erst im Nachhinein mit unseren Fotos und Videos komplett verarbeiten. Wir sind überglücklich uns diese 3 Monate organisiert zu haben und sind auch mit unseren Reisezielen sehr zufrieden. Erstaunlich, aber wahr: wir haben uns in diesen 3 Monaten in denen wir pausenlos Tag und Nacht miteinander verbracht haben, so gut verstanden wie wahrscheinlich noch nie. Wir waren stets der gleichen Meinung, was die Reisepläne betraf und brauchen nach diesen 3 Monaten Auszeit immer noch keine Auszeit voneinander. Wir hätten gesagt: Beziehungsprobe mit Auszeichnung bestanden.
Das schöne ist, dass wir auch festgestellt haben und wieder realisiert haben, was wir zuhause alles zurückgelassen haben. Familie, Freunde und auch die Arbeit schätzen wir nun wieder mehr und freuen uns darauf. Wir freuen uns auf neue körperliche und vor allem mentale Herausfordrungen und haben gleichzeitig das Gefühl, das alles Erlebte unser Leben unglaublich bereichert hat. Wir haben auch jetzt schon wieder große Lust auf Kite-Surfen und planen bereits einen Winterausflug zum Neusiedlersee um der Eiseskälte zu trotzen.
2 Antworten zu “Tag 46 – Heimreise und Abschlussworte”
Wir freuen uns über euer Glück!
Berührt und begeistert wünschen wir euch nun ein gutes Einleben in Graz.
Magdalena und Klaus
Das ist ein wunderbares Schlusswort 🥰
Wir sind auch froh, dass ihr wieder hier seid und wir euch wieder treffen können.