Tag 21 – Eat, sleep, kite, repeat


Heute haben wir aus dem Fehler von gestern gelernt. Nachdem es am Vortag bei eigentlich gleicher Wetter- und Windvorhersage schon in der Früh geblasen hat, gehen wir diesmal nicht morgens ins Fitnessstudio, sondern starten nach dem Frühstück und einem kurzen Sprung in unser Pool schon direkt zur Kite-Lagune. Als wir ankommen sind wir mitunter die ersten vor Ort und pumpen unseren 15er Schirm auf und Eva geht direkt raus auf‘s Wasser. Es war ihr aber sogar gleich einmal zu stark und so kommt sie wieder rein und will auf den 12er wechseln, den ich in der Zwischenzeit schon vorbereitet habe. Inzwischen ist der Wind aber sogar noch etwas stärker geworden und so starte schlussendlich ich mit dem 12er und Eva sogar mit dem 9er. Nachdem es erst etwa 09:00 oder so ist, sind die meisten Leute noch gar nicht da und wir haben die erste Stunde beinahe die ganze Lagune für uns alleine.

Vogel Schirm Perspektive

Nur langsam füllt es sich. Die Bedingungen sind genial, der Wind perfekt konstant und es macht richtig Spaß. Auch hilft es uns für unsere Fortschritte – bei so idealen Bedingungen kann man sich gänzlich darauf fokussieren. Wir kiten ewig, manchmal nebeneinander und manchmal begegnen wir uns und grinsen uns an. Fast schon kitschig. Irgendwann zog ich dann den Schlussstrich, als ich merkte, dass Kraft und Konzentration schon nachließen. Auch der Wind wurde etwas ruppiger und es waren zunehmend mehr Leute am Wasser. Auf jeden Fall die richtige Zeit für eine Pause. Wir landen und setzen uns ins Auto zum Essen und rasten. Unsere Haut ist auch auf jeden Fall dankbar für eine Sonnenpause. Trotz 50er Sonnencreme muss man wirklich aufpassen – vor allem über Mittag geht der UV Index auf 11 hoch. Nach etwas Erholung gehen wir dann nochmals raus auf‘s Wasser. Diesmal wechseln wir uns mit dem 12er ab, der jeweils andere steht mit der Kamera (GoPro) etwa hüfttief im Wasser und filmt ein paar unserer Sprünge, damit wir auch ein bisschen Action-Material für unser Erinnerungsvideo sammeln.

Trotz kurzem Neoprenanzug fing ich aber an abzufrieren im Wasser. Ich gehe zurück zum Auto, wärme mich auf und esse noch eine Kleinigkeit. Auf einmal überrascht mich Eva, in dem sie plötzlich neben mir steht. Sie hat ihre Session frühzeitig beendet, da ihr der Wind zu ruppig war und zu viele Leute waren. Ich lasse mir das aber nicht entgehen, schnappe mir den 12er und hau mich raus auf‘s Wasser. Doch mit vollem Magen hab ich nach dem ersten Sturz und anschließendem Bodydrag zu tun, dass ich mein Essen im Magen behalte und so stoppe ich auch schon eher bald wieder und kuriere mein Sodbrennen aus. Eva setzt ihre Session wieder fort und fährt bis kurz vor Sonnenuntergang. Sie ist eine der letzten, die vom Wasser gehen. So fühlt sich der Tag gut genutzt an: Die Ersten die kommen, die Letzten, die gehen. Rasch packen wir zusammen und fahren noch vor zum Le Point. Dort bewundern wir wieder den einheimischen Kite-Profi im Sonnenuntergang. Dieses Niveau werden wir wohl nie erreichen. Trotzdem genießen wir den Sonnenuntergang, zu dem wir es gerade noch geschafft hatten, ehe wir ins Quartier zurückkehren.

Lieblings-Sonnenuntergangslocation

Dort sortiere ich noch ein wenig unser Hab und Gut, schaffe aber nicht mehr viel, ehe ich ins Bett falle und beinahe augenblicklich einschlafe. Eva hält es noch etwas länger durch und bereitet in der Küche alles für unsere morgige Abreise vor.

,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert