Heute war es so weit. Nach nur wenigen Tagen zuhause, die mit kurzen Familien- und Freundesbesuchen und vor allem Nachbereitung der vorigen Reise (man glaubt gar nicht, wie viel Gepäck und Aufwand für 6 Wochen Camping und diverser Sport anfällt) sehr gefüllt waren, war es heute so weit: Wir packten unsere Sachen fertig ein, mussten einiges aussortieren und umpacken, bis wir unsere beiden Koffer, das Handgepäck und die Kite-Surf-Tasche auf dem maximal erlaubten Gewicht hatten. Schlussendlich versorgten wir noch alles in der Wohnung, ehe wir auf die Minute genau fertig wurden und zur Bushaltestelle nebenan maschierten. Das hat dann auch schon ausgereicht, dass ich komplett schweißüberströmt bin, obwohl es eigentlich gar nicht so warm war. Im relativ vollen Bus quetschen wir unser umfangreiches Gepäck auf einen Sitzplatz und fuhren bis zum Hauptbahnhof.

Dort hatten wir 10 Minuten Zeit um in den Zug zu steigen. Alles kein Problem, allerdings bemerkten wir, dass man für die Sitzplatzreservierung wohl selbstständig vorab online einchecken hätte müssen. Daran haben wir nicht gedacht. Die Sitzplätze waren eher voll und so mussten wir uns und unser Gepäck einige Wagone nach hinten bugsieren, ehe wir Platz fanden. Sehr gemütlich hatten wir dann aber Doppelbank mit Tisch zu 2. nur für uns. Die 3 Stunden Zugfahrt nach Wien zum Flughafen vergingen wie im Flug. Oder doch Zug? Eine sehr angenehme Art zu reisen. Und teuer war es diesmal auch nicht, sogar billiger als der Flixbus. In Wien angekommen war es etwa 18:00 – wir checkten unser Gepäck ein, stellten mit großem Schrecken fest, dass das Sportgepäck zusätzlich 250€ kostet anstatt den erwarteten 100€ – vielleicht hätten wir besser schauen sollen vorab? Aber nunja, long distance und intercontinental ist eben teurer. Nun gut, wir haben eh keine Wahl – gezahlt und eingechecked, packen wir unsere überfüllten Wanderrucksäcke noch etwas um und hoffen ohne Probleme durch die Kontrolle zu kommen. Eigentlich sind Gewicht, Abmessungen und Kapazität der Batterien einfach zu viel. Wie es kommen musste, muss ich meinen Rucksack öffnen, doch ich habe Glück, er will nur die Kamera nochmal gesondert durchleuchten. Alles gut, keine Probleme. Auf in den Flieger. Dort haben wir super Plätze: wir sitzen in der ersten Reihe nach einem Abteil und haben somit eine Wand vor uns, welche aber in größerer Distanz ist, als wenn wir vor uns Sitze hätten. Nur sitzen wir weit weg vom Fenster, damit ist der Flug unspektakulär. Dauert etwa 10 Stunden, am Ende ist es kalt und lang. Genau wie erwartet.